Geschichte
14. – 15. Jahrhundert
Trocnov war von seinem Umfang her eher klein und bestand aus zwei freien Edelhöfen. Einer gehörte den Eltern von Žižka, der zweite seinen Onkeln väterlicherseits. Das Familiengut erbte er um das Jahr 1378, verkaufte es jedoch bereits im April 1380 und bot seine Dienste dem königlichen Hof an.
16. – 19. Jahrhundert
Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Höfe von Trocnov durch den Dreißigjährigen Krieg zerstört und mussten abgerissen werden. An ihrer Stelle wurde unter der Obhut des Klosters Borovany und später der Familie Schwarzenberg ein neuer, größerer Hof errichtet, wobei ein Großteil der Fläche von Trocnov aufgeforstet wurde.
20. – 21. Jahrhundert
Im Jahr 1923 ging der Besitz von Trocnov in die Hände des Staates über. Der Öffentlichkeit wurde das Areal im Juli 1960 anlässlich der feierlichen Eröffnung der neu rekonstruierten Geburtsstätte von Žižka zugänglich gemacht. Zu dieser Zeit wurde auf dem Gelände auch das monumentale, dreizehn Meter hohe Denkmal aus weißem Liberecer Granit fertiggestellt, das vom Bildhauer Josef Malejovský geschaffen wurde.
Seit dem Jahr 1978 steht Trocnov als nationales Kulturdenkmal unter Schutz.
Im Jahr 2011 übernahm die Südböhmische Region das Objekt und übergab die Verwaltung dem Südböhmischen Museum in České Budějovice.
Seit dem Jahr 2020 entstand auf dem Gelände der neue Archäoskanzen, der die Analogie eines hochmittelalterlichen Dorfes darstellt, basierend auf archäologischen Funden und zeitgenössischen Forschungen.
Ende des Jahres 2023 wurde der bauliche Teil des Archäoskanzens fertiggestellt. Zur gleichen Zeit erhielt das Museum die Information über die Genehmigung des Projekts zum Bau des Besucher- und Bildungszentrums, das eine würdige Infrastruktur für Besucher und Mitarbeiter des Areals bietet.
Im April 2024 begannen die Bauarbeiten am Besucher- und Bildungszentrum mit einem neuen Museums- und Ausstellungsteil sowie betriebstechnischen Einrichtungen.
Nach zwei Jahren Bauzeit, im Anschluss an die erfolgreiche Fertigstellung und die anschließende Ausstattung des Objekts, wird im Areal des Nationalen Kulturdenkmals Geburtsstätte von Jan Žižka in Trocnov im April 2026 das neue Besucher- und Bildungszentrum mit seinem Museums- und Ausstellungsteil sowie der entsprechenden Infrastruktur feierlich eröffnet.
In weiteren Etappen (2026 - 2028) sollen der geplante Bau des Kinderspielplatzes sowie der Ausbau der Kapazität der Zufahrtsstraße mit einem integrierten Radweg erfolgen.
